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Selbstversorger-/Permakultur-/gardening-Kommunen oder Gruppen in D.

Discussion in 'Deutsch (German)' started by AgentOrange, Nov 29, 2010.

  1. vAsSiLy77

    vAsSiLy77Experienced Member Uploader Experienced member Forum Member


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    Jun 21, 2010
     
    Brauchts nicht, warum entschuldigen für's Offensichtliche, seine Töchter nennen ihn...

    Birkenhof ist Demeter ist Anthroposophie ist Rudolf Steiner ist xxx-Blödsinn - ich denk da wirst Du "erstaunliches" zu sehen und hören kriegen nach und nach, unser Betrieb versucht derzeit die Demeter-Anerkennung zu schaffen - oh je....!
    ABER: Erfahrungen sammeln, Lernen, Ausdauer trainieren - das überwiegt bei weitem, auch wenns wegen der Todeskandidaten im Stall und dem Sphärengeschmarre öfters sauer aufstösst - Du wirst nicht ewig dortbleiben!
    Die Gewinnorientierung muss sein, wenn man eben nicht auf völlige Autarkie abzielt, was auch bedeuten würde auf benzinbedingte Technologie, Strom und Abwasserentsorgung/Trinkwasser zu verzichten - die Utopiainsel...
    Solche Träume können wir bis auf weiteres aber wohl völlig vergessen, also muss mit dem System ( :o ) soweit kooperiert werden - nachdem wir alle mehr oder weniger Geiseln davon sind, hat das seinen Preis.
    Dann fängt die Grundlage aber auch schon zu wackeln an: Zukauf von Fremdprodukten, Angebot von Fleisch aus eigenem Bestand weils da Nachfrage gibt und man den Umsatz zur Deckung der laufenden Kosten braucht - und schon isses vorbei mit der lokalen Produktion für die Abnehmernachbarschaft...
    Mich wunderts nicht, dass sie auf ihrer Website sogar den Altersresidenz-Nebenerwerb planen um auch ungenutztes Brachland noch per Wohnmöglichkeit nutzbar zu machen - ich kritisier das nicht aus moralischem Blickwinkel, aber die Konsequenz ist ja schon irgendwie... seltsam? Klar gibt's gute Argumente dafür den sozialen Notstand so zu überwinden - aber dann mit den Alten anfangen?
    Ich würd mir an Deiner Stelle nicht allzuviel Gedanken wegen der Moral machen, Demeter und Birkenhof ist besser als irgendeine Agrarfabrik sonstwo, das Ökofachwissen gibts umsonst dazu und die Gelegenheit ist günstig: Mach es wenn Du willst, werd erfahren und mach danach was Du für richtig hältst.

    Wir haben übers Wochenende (Gammeln im Naturschutzgebiet) mal versucht auszurechnen, wie hoch der Flächenbedarf pro Kopf ist bei höchstmöglicher Eigenversorgung mit vegetarischer Nahrung allein (also keine Rücksicht auf Bau-/Brennholzbedarf, Textilproduktion oder Alkoholbedarf) - und sind nicht fertiggeworden damit weils eine unglaubliche Fläche bräuchte, nur um die Basics zu erreichen. Dazu kommt dann noch, dass man technologisch 80 oder 90 Jahre zurückgehen müsst, praktisch angewiesen wäre auf Pferde- oder Ochsenkraft, was wieder verbunden ist mit Futterbedarf für die Behuften Helfershelfer... Es ist endlos!
    Übertriebener Fundamentalismus ist da völlig daneben und unrealistisch, in den meisten Fällen wohl auch von reinem Nichtwissen und Mangel an Live-Erfahrung gespeist - also ran and die Harke und losgelegt!
     
  2. peppo

    peppoMember Forum Member


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    Apr 25, 2011
     
    Hier scheint es auch was interessantes im Spessart zu geben, was weniger das Kommunenleben betrifft sondern den Gartenbau: http://www.lebegesund.de/content/friedf ... ay97-c.htm

    Also ich wusste garnicht, dass sowas schon praktiziert wird. Sonst habe ich immer nur von Infoveranstaltungen um das Thema "veganes Gärtnern" gelesen. Also von vegan hab ich jetzt nichts gelesen aber auch nicht vom Gegenteiligen.
    Mit Arbeitsplätzen schmeisen die ja eh nicht um sich in der Branche und Praktikums darf ich eh nicht einfach so machen aber für die jüngeren föj-ler ...
     
  3. peppo

    peppoMember Forum Member


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    Apr 25, 2011
     
    Okay, da scheint irgendwas religiöses mit im Spiel zu sein :o aber naja was solls...
     
  4. vAsSiLy77

    vAsSiLy77Experienced Member Uploader Experienced member Forum Member


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    Jun 21, 2010
     
    ... schlicht und einfach: Ihren Liebling...
    Wohl wahr, die "Internationale Gabriele Stiftung" und "Gut zum Leben" sind Teilorganisationen von "Universelles Leben" - eine der Top Five unter den in Europa "neureligiösen Bewegungen", siehe:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Universelles_Leben - und mehr detailliert: http://www.agpf.de/Wittek.htm
    Seit Mitte der Neunziger versucht sich diese Bande im Öko-Bereich zu etablieren, wozu Irrsinnssummen aus dem internationalen Spendengeschäft investiert werden, um massiv Anbau- und Forstfläche aufzukaufen. Mittlerweile regt sich da auch schon ernsthaft Widerstand gegen die Aufkäufer und den Versuch, sowas wie eine zusammenhängende Fläche für den "Gottesstaat" zusammenzubringen.
    http://antispe.de/txt/gzlnatur.html - Universelles Leben - erobert eine Sekte den Biomarkt? - natur 12/97!!!
    http://de.wikipedia.org/wiki/Universelles_Leben

    Ein echter Volltreffer also, gut wenn man's weiss und öffentlich davor warnen kann die Bande unwissentlich zu unterstützen oder ganz auf sie reinzufallen - Ziel der Kampangnen die "Universelles Leben" unternimmt sind oft genug die Geplagten und Mühseligen, die dann durch Isolation und Gruppendruck zu "willigen" Gottesbürgern/Sklavenseelen umerzogen werden.

    Ich bin schon überrascht, wie konsequent sie auf die Probleme im Gartenbau und der Landwirtschaft eingehen, allerdings sind ihre Lösungen schlicht mittelalterlich (Drei-Felder-Wirtschaft ect.) und ohne den immensen finanziellen Background der Sekte offensichtlich kaum wirtschaftlich lebensfähig - ihre Düngertheorien sind schlicht Schwachsinn und verschweigen völlig den ungesunden Aufwand zur Mineraldüngerproduktion, das Zeug fällt nämlich nicht vom Himmel:
    http://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCnger

    Also lieber Vorsicht walten lassen mit dem " zu erfüllenden Auftrag Gottes eines Propheten“. :o :o :o
    Teilweise ist mit schwerer Ausdauer und Sturheit übers Arbeitsamt oder die ARGE schon noch was zu erreichen, klar, es ist nicht allzu leicht und dauert ewig bis die Bürokraten kapieren, dass mans ernst meint - die Hauptfrage ist aber andersrum, ob man sich die Zeit und den Aufwand leisten will. Zwei von unseren Kollegen im Öko-Projekt haben den ARGE-Einstieg über Stadtgärtnereien gemacht, kein Zuckerschlecken, aber monatelange Drecksarbeit, die die Festangestellten natürlich nur zu gern für die 1,50-Sklaven reservieren...
    Auf dem "Arbeitsmarkt" ist Krise, unterhalb vom Meister ist "Flexibilität" angesagt, Facharbeitertarife sind den eng kalkulierenden Betrieben zu teuer, da wird lieber in Polen und auf Zeit angeworben wenn's nötig ist, aber selbst mit solchen Taktiken sind in den letzten 10 Jahren fast ein Viertel der Betriebe eingegangen.

    Ahja, weil meiner Töchter Liebling dauernd vergisst zu fragen:
    War das Sanierungsprojekt nicht in Bremen Tenever?:
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-50910329.html
     
  5. vAsSiLy77

    vAsSiLy77Experienced Member Uploader Experienced member Forum Member


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    Jun 21, 2010
     
    Könnt man hier vielleicht auch mal wieder eine Meldung von der polnischen Expedition haben - zur Zeit scheint ja nix viel los zu sein mit E-mail checking und Antworten... :ecouteurs: Fühl mich ja schon einsam! :'(
     
  6. AgentOrange

    AgentOrangeExperienced Member Experienced member Forum Member


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    Sep 28, 2010
     
    So!

    nach längerer abwesenheit (länger als ursprünglich geplant) melde ich mich hier auch zurück.
    ich war die tage und wochen im ökodorf sieben linden (hätte ich gewusst, wie nah die traumschule ist, hätte ich dort auch vorbeigeschaut...), und kann jetzt ein bisschen darüber erzählen, so hoffe ich.

    Zuerst: Ich werde mein Öko-Jahr dort machen! Garten-und Waldarbeit zum alleinigen Zweck der Selbstversorgung. Die Arbeitszeiten sind im Vergleich zu dem Demeter-Hof purer Luxus, und trotzdem funktioniert das System Selbstversorgung (mit Nahrung) zu 50-80% (je nachdem, wen man fragt! ;) ), Tendenz steigend, es fehlen nur derzeit mehr permanente Gärtner, die mehr Anbaufläche bearbeiten könnten, die Fläche ist vorhanden. Um 8 Uhr geht die "Arbeit" los, bis um 12:30, dann gibts bis 2 Mittagspause, und dann gehts weiter bis um 5. Ja, dann Feierabend!

    Zweitens: Es kann gut sein, dass ich noch länger dort oben bleibe. nicht nur, dass das Wendland in direkter Nähe ist, es gibt einen Haufen alternativer Projekte (u.a. die Traumschule oder Kaulitz) in der Umgebung. Ich habe mich, glaube ich, so ein bisschen in das ganze Dorf verliebt <3 . Auf Dauer jedoch möchte ich dort nicht bleiben, sondern die Zeit nach dem FöJ mit Reisen und eigener Projektgestaltung verbringen.

    Drittens: der Umgang mit den Menschen dort. Eine persönliche Gemeinschaft, in der viel Wert auf soziales Miteinander und eben die Gemeinschaft gelegt wird. Man "spürt" förmlich einen Strom positiver Energie im Umgang miteinander, um den Eso-Ausdruck mal zu verwenden. :lmao:
    Eine Wahnsinnserfahrung für mich! Und gleichzeitig die Stelle im Dorf, wo ich für mein zukünftiges Leben noch am meisten lernen kann!
    Es wird sehr viel in der Gruppe gemacht, Begrüssungs-/Einstimmungskreise und sog. Foren zur sozialen Problembewältigung und Verbindung der Menschen untereinander. Ich bin noch nie mit so viel Liebe konfrontiert worden wie dort. :D

    Viertens: die Ökologie. Das Dorf strebt Autarkie an.
    Nahrungsmitteltechnisch ist das sehr gut möglich, der Platz wäre da, es fehlen nur im Moment die Gärtner (6 Hektar sind an Anbaufläche vorhanden, 2 werden im Moment von jeweils 4 Leuten bearbeitet, plus Pferde als Maschinenersatz. wenn pro Hektar nochmal jeweils 4 Leute dazukommen, kann die Grösse des Dorfes bei 100%iger Versorgung nochmal verdoppelt werden (auf etwa 250 Leute!).
    Energietechnisch ist die Selbstversorgung auch eine Personenfrage. Haufenweise Solaranlagen, teils selbstgebaut, teils die teureren und effizienteren Vorgefertigten Anlagen, die für den Strom sorgen können. Im Moment ist man allerdings noch vom äusseren Stromnetz abhängig, da die Energie (noch) nicht lokal gespeichert werden kann (was allerdings auch in Planung ist!)
    Wasserversorgung wird gewährleistet durch Brunnen, und konsequentes Wassersparen. Komposttoiletten funktionieren ohne Wasser, und die Urinale, das Brauchwasser wird in einer Pflanzenkläranlage verarbeitet und als Dünger genutzt.
    Komposttoiletten: im moment werden die Fäkalien nur als Walddünger genutzt, nachdem sie Kompostiert wurden. es ist aber eine Biogasanlage geplant, um die Gasversorgung zu gewährleisten. Wenn sparsam gewirtschaftet wird, ist eine komplette Versorgung möglich. Hier gilt dann auch: je mehr Menschen, desto mehr Scheisse, desto mehr Gas!
    Brennholz kommt aus dem riesigen Waldstück, das sich im Besitz befindet. hier wird auch gleichzeitig umgeforstet (zurück zum Mischwald, vom Ex-DDR-Monokiefernwald). Holz ist ausreichend Vorhanden und auch auf lange Zeit nachwachsend verfügbar.
    Probleme noch: viele sachen müssen dennoch zugekauft werden, sodass keine 100%ige komplette Autarkie möglich sein kann, z.b. Duschzeug, Hygiene etc. da bräuchte es noch einiger kreativer Ideen, sowie ein Verzichtdenken bei einigen Luxusartikeln...

    Fünftens (oder so): Wie wird das ganze finanziert?
    Erstmal: die meiste Arbeit bleibt im Dorf. Alle Arbeit bleibt in der Region. Der einzige wirkliche Geldfluss ins Dorf hinein sind die Seminare, die teilweise echt happig teuer sind.Ökotourismus, wenn man so will. Eben das tragen der Idee nach aussen, auch ein wichtiger Punkt, denke ich. Fakt ist: alles, was geplant ist, wird mit diesen Seminaren finanziert.
    Mein Gedanke dazu: wenn die Autarkie erreicht ist, kann man die Kosten entweder abschaffen (konsequent) oder zumindest drastisch reduzieren, um mehr Menschen Zugang zu ermöglichen. Wenn das jedoch nicht passiert, ist das Projekt für mich gescheitert, weil dann das Profitdenken noch besteht und der Kapitalismus weiter läuft.
    Noch kurz zu der teuren Genossenschaft: Will man dauerhaft dort wohnen, muss man sich an der Genossenschaft beteiligen, un das mit insgesamt knapp 13.000 Euro. Klingt viel, ist es auch. Aber: man ist dann Miteigentümer, UND: wenn man das Projekt verlässt, bekommt man seinen Anteil wieder ausgezahlt, wenn man möchte!

    das muss fürs erste reichen. die Erfahrung ist es auf jedenfall wert, wenns noch fagen gibt, fragt, ich hoffe sie jetzt schon beantworten zu können :)

    die nächste Station ist jetzt für mich das Kommunetreffen bei Kassel, das "los geht's 2011". Bericht folgt :thumbsup: ...
     
  7. vAsSiLy77

    vAsSiLy77Experienced Member Uploader Experienced member Forum Member


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    Jun 21, 2010
     
    Also erstmal Gratulation zu Sieben Linden :thumbsup: , nach dreimal lesen regt sich der Wunsch dort auch mal vorbeizuschauen, speziell wegen der Selbstversorgerpraxis, hat auch scheints keiner so richtig realisiert, dass die Traumschule wirklich nah ist - wären zwei Fliegen mit einem Trip...
    Die Energiegeschichte ist durchaus brüllig interessant, wir probieren grad für zwei Jungpunxe mit offener Stromrechnung sowas wie ne Grundversorgung per second-hand-single-panel zusammenzuschrauben, Lkw-Batterie zur Speicherung inbegriffen, technisch schon ein Problem wenns an Platz und vor allem an Geld fehlt, macht mich neugierig wie die Sieben Lindener im erweiterten Massstab planen. Selbstbeschränkung ist ein absolutes Muss, den beiden beim "Stromsparen" zuzuschauen macht einem schon mal wieder klar, wie "gut" man doch lebt so im Alltäglichen und auf Wendlands Kosten...
    Der Tech-Level scheint ja eher auf "gesundem" Niveau zu sein, mag ein wenig ein Nachteil für Dich sein, wenn du später mal beruflich gärtnern willst, im kommerziellen Bereich sollt man Maschinenkenntnis haben - aber das lässt sich ja nachholen - und ich muss auch zugeben dass ich keinen Hau hätte, wie man ein Pferd übern Acker führt...
    Les ich recht, dass sie 120 Leute mit 6 Hektar auf 50 - 80% Prozent Selbstversorgung bringen? Ohne Glashaus?
    Ist auch eine Bildungslücke, veg-Hygiene zu betreiben, gibt aber sicher Mittel und Methoden sowas hinzukriegen und ich hab dunkel in Erinnerung, dass hier irgendwo ein Know-how-to... rumfliegt, werd mal sehen wo - die Industrie machts ja mittlerweile auch, Kokosfett u.s.w.
    Hört sich ja ziemlich hip an, wie lange steckt die Kernmannschaft schon zusammen? Klingt ja durchaus ein Stück euphorisch, so mit Blümchen im Haar...? :D :ecouteurs:
    Halt uns auf dem Laufenden!
     
  8. AgentOrange

    AgentOrangeExperienced Member Experienced member Forum Member


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    Sep 28, 2010
     
    zurück vom los geht's...

    einige nachträge zu davor:

    soweit korrekt. es werden aber zurzeit nur 1ha von der genossenschaft und ein weiterer ha von privatgärtnern, die ihr gemüse teilweise abgeben, genutzt. wie gesagt, es fehlen hauptsächlich mehr gärtner, und bei voller fläche auch ein-zwei mehr leute/tiere im bereich pferde, zum bewirtschaften. habe jetzt aktuell in nem packpapierverlag-heftchen gelesen, dass man zur gemüseselbstversorgung für eine person etwa 100 quadratmeter einplanen muss. ein ha sind ja bekanntlicherweise 10000 qm... :ecouteurs: wenn man von 200 qm ausgeht, wären bei 6 ha anbaufläche also gut 300 personen drinne... wenn die zahl denn stimmt.
    wie gesagt: 2 ha in nutzung, 120 leute bei 50-80%, abhängig davon, wen man fragt... (so als praxiswert für siebenlinden)

    naja, die gesamte gemeinschaft geht eben auf nem ganz anderen sozialen level miteinander um.
    die anfänge, die projektgründungsgruppe sozusagen, hat 1997 angefangen, auf dem jetzigen gelände zu bauen/zu arbeiten/zu träumen, wenn man so will. existiert haben die wohl aber schon einige jährchen länger, was ich so gehört habe bisher...

    die erfahrung, die ich gemacht habe, ist auch ganz stark auf die JUngen LEute bezogen., da in der zeit meiner mitarbeit ne bauwoche stattfand, wo entsprechend 14 leute von ausserhalb + 8 föj's + 3 privatgäste + ich als gruppe so neu zusammenkamen, was auch ziemlich gut geklappt hat, so gruppendymamisch... (ging dabei hauptsächlich um die (bauwagen-)platzgestaltung der JuLe...)
    -->coole woche :thumbsup:

    ist teilweise schon recht hippie-mässig, hauptsächlich eben radikal-ökologisch.... nach anarcho- oder antika- oder libertären einstellungen muss man allerdings nicht sehr lange suchen. (wenn man den kohlebeschaffenden seminarbetrieb ausblenden kann :ecouteurs: )


    nun zum thema los gehts: interessant!

    nicht nur, dass ich einen haufen kontakte ergattern konnte und den ein oder anderen leidens-/ gesinnungs- und denkgenossen gefunden habe (auch als 'freunde' zu bezeichnen), sondern ich hab auch haufenweise interessante projekte kennengelernt, die mal mehr, mal weniger, mal ziemlich interessant waren.

    eine liste, wenn ichs schaffe, den zettelsalat aufzuarbeiten, folgt in den nächsten tagen.
    ausserdem noch weitere infos...

    und zum thema traumschule: wird wohl auch eines meiner ziele in der näheren/ferneren zukunft sein, wenn ich da oben sowieso das FöJ mach, kann ich mir ja mal die zeit nehmen und vorbeigucken...
     
  9. vAsSiLy77

    vAsSiLy77Experienced Member Uploader Experienced member Forum Member


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    Jun 21, 2010
     
    Gemüseselbstversorgung heisst aber auch nur Gemüseselbstversorgung - wie sieht's denn mit Getreide- oder Kartoffelanbau (immerhin Grundnahrungsmittel) und dem Anteil an der Futtermittelproduktion aus, die muss ja auch auf's kalte Jahr von November bis Ende Februar bezogen werden - ohne Glashaus gilt das gleiche natürlich für Nahrungsmittel, Vorratshaltung und eventuell Konservierung müssen also auch noch einkalkuliert werden.
    Ich sag das nicht wegen Stänkerei oder Besserwisserlichkeit, bei sowas wird's nämlich immer interessant, Bodenbeschaffenheit, Fruchtfolgen, eventuelle Ruhe-/Grünzeiten oder Düngersaat und anschliessendes Unterpflügen spielen eine diffiziele Rolle - das ist alles schwer auf's Papier zu bringen und gilt trotzdem nicht gleich überall, ich werd übernächste Woche mit unserer neuen Nutzpflanzerin die Bodendokumentation für Demeter machen - hoff es wird nicht so'ne Horrorstory wie unser Salatverkaufszusammenbruch wegen EHEC in den letzten zehn Tagen.
    Ich denk ich werd wohl im Juli/August vorbeischauen - wie isses denn mit Platz für einzwei Punks mit Schlafsack? - ich denk wir würden sogar mitarbeiten und nicht bloss den Touristen geben.
    Bauwagen klingt romantisch, gute alte Zeit...
     
  10. AgentOrange

    AgentOrangeExperienced Member Experienced member Forum Member


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    Sep 28, 2010
     
    deshalb habe ich ja in meiner rechnung, falls es aufgefallen ist, diese 100 qm-fläche dreist verdoppelt, in der hoffnung, einen einigermassen soliden schätzwert hinzubekommen. :ecouteurs:
    aber in der tat, getreide wird im moment nicht selbst angebaut, sondern bezogen, im gegensatz zu verschiedenen kartoffelsorten, die ganz schnuckelig wachsen <3
    bin selbst noch auf der suche nach einem einleuchtend klingenden getreide-selbstversorgungskonzept, man bräuchte wohl auch eine mühle, ums autark zu machen, keine leichte aufgabe...
    und eben viel fläche (?)

    thema glashaus: das dorf besitzt durchaus drei verschieden grosse "glas"-häuser. (plastik, wie mir traurig erzählt wurde, da glashäuser nicht finanziell tragbar gewesen wären, zu dem zeitpunkt. ich persönlich denke, dass dort jemand nur nicht lange genug gesucht hat, es gibt immer wieder gärtnereien, die ihren bestand verkaufen müssen... nunja.)
    das kleine wird zur anzucht benutzt, das mittlere für tomaten, und sojabohnen-experiment, (gescheitert, dieses jahr, nach aktuellem stand), und das grosse für experimente, d.h. paprika, auberginen und dieses jahr wassermelonen (!!!), die bei meinem verschwinden schon die grösse von babyköpfen hatten! :thumbsup:

    müsste man sich mit den verantwortlichen in verbindung setzen. die habens immer gerne, wenn man sich anmeldet (auch wegen essensplanung), und sicherheitshalber wäre ein zelt vllt. angebracht... (bauwägen mangelt leider der platz sehr im moment, für das nächste jahr FöJ'ler muss noch neuer platz geschaffen werden, um wenigstens die dauerhaften bewohner in den kisten unterzubringen...)
    helfende hände sind dort natürlich immer gerne gesehen, nicht nur im bereich garten, auch sonst gibt es eigentlich immer was zutun, womit man sich seinen aufenthalt verdienen kann... (essenskosten, sanitäre anlagen, etc...)
    das einzige, was ich wirklich NICHT empfehlen kann, ist, als reiner gast dorthinzufahren, um dort 'urlaub' zu machen.
     
  11. peppo

    peppoMember Forum Member


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    Apr 25, 2011
     
    Ähem, angenehme Arbeitszeiten? Das ist doch das selbe Zeit-Modell wie im restlichen Kackland? Okay, alles drumherum ist viel angenehmer, aber trotzdem... :/

    Es ist also nur möglich dort mit 13.000 € auf den Tisch einzusteigen? Das wäre dann ja wieder einmal ein großer Witz. Das würde ja nur verdeutlichen/bestätigen das ein alternatives Leben einer bestimmten Klasse zugänglich gemacht wird.
    Ich weiss, es ist schwer überhaupt etwas hinzubekommen in diesem System aber es würde mir persönlich nichts bringen. Leute kennenlernen, an der frischen Luft etwas tun u.s.w. okay, aber als eine Alternative zum "normalen Leben" bietet sich das dann ja auch nicht an.
     
  12. vAsSiLy77

    vAsSiLy77Experienced Member Uploader Experienced member Forum Member


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    Jun 21, 2010
     
    Ähem, Gärtnern im restlichen Kompostland startet gewöhnlich um 7 Uhr Früh, je nach Bedarf oft möglicherweise noch zeitiger, z. B. wegen Wässerung/Giessen oder zur Pflanzzeit... 8 Uhr halt ich da schon für einen zivilisatorischen Fortschritt - wenns denn möglich ist (ich persönlich gebe jedes Opfer für meine Babies auf dem Feld!) Problem ist halt, dass mans mit lebendem Material und seinen Ansprüchen zu tun hat, viel ist abhängig von Tageszeit und Witterung, bei genügend Mittäterschaft lässt sich das humanisieren, ich nehm mal an dass Sieben Linden halt noch nicht soooooo weit in der Professionalität ist - dann dauerts...
    Das "anders als" kommt - denk ich mir - aber auch aus der Organisation von Arbeit, gruppenweise, arbeitsteilig auf Wunsch und abwechselnd, keiner sollt nur "Schipper" oder auf der anderen Seite nur "Pflanzer" sein - das grause Gegenteil ist leider gängige Praxis im Spätkapitalismus, deswegen ist der ganze Bereich ja auch so verrufen.
    Für die Arbeitszeit mags auch eine Rolle spielen, wieviele Werktätige es hat und wieviele zu jung/alt/krank sind, würd mich mal interessieren: Wieviele von den 120 Sieben Lindnern aktiv sind? Und den Gärtnermangel hatten wir ja schon, Leut die wissen was sie tun, werden schneller fertig mit den Notwendigkeiten, sind auch weniger ange-/überanstrengt - je höher der Stand der Fähigkeit ist, desto mehr lacht das Gemüse...
    Noch ein Punkt ist der Level an Technologie die verwendet wird - Kartoffelstecken per Hand braucht seine Zeit, geht schon mit Umgraben statt Pflügen los - deswegen ist unsereins auch so technikfreundlich, einfach weils einen Haufen Zeit freimacht die anders als mit "Arbeit" zugebracht werden kann - zum Beispiel mit Nachdenken über die sinnvollen Grenzen von Technisierung.
    Weiterer Evolutionssprung ist wohl das soziale Zusammenleben, hierarchiefrei aber ständig wissensvermittelnd, respektvoll aber nicht gruppentherapeutisch - muss man wohl erstmal mitgemacht/mit(er/ge)lebt haben, ums beurteilen zu können. Knackpunkte wie Gruppenkonflikte, Frustration und Amok lassen sich wohl nicht anders als durchs mitleben beobachten - da liegt dann der Has im Pfeffer und die Gruppe zeigt was sie kann oder nicht kann...
    Des Agents Vermutung über den Mangel an Glashaus-Such-Engagement dürft schwer zutreffen, "unser" Betrieb hier arbeitet mit einem 160 Quadratmeterhaus, geschenkt nach Betriebsaufgabe, lediglich der Ab- und Wiederaufbau nach Transport war "unser" Problem - ist auch eines gewesen, weils schon eine Arbeit war, die Kosten nebenbei bemerkt waren nicht ohne, Spezialistenarbeit und Bruch waren nur fremd zu bewältigen, zuletzt hab ich 14 Stunden gearbeitet um die Glasrechnung nicht zu sehr zu füttern - wir haben allerdings auch mit einer Mehrheit von völlig desmotivierten ARGE-Sklaven gearbeitet.
    Dürft aber kein Problem sein passendes zu finden in Zeiten des Betriebesterbens, die einzige Frage ist die nach "handle-barkeit" des jeweiligen Projekts, auch/vor allem wegen der finanziellen Zwänge.

    Ich werd wohl ziemlich sicher Ende Juli mal vorbeischauen, werktätlicher Beitrag inbegriffen, komm wohl nicht allein, sondern in weiblicher Begleitung, ist aber noch nicht spruchreif wegen der möglichen Urlaubszeiten.
    Voranmeldung geht klar, Zelt haben wir auch - und eine Nebenidee ist noch der Bauwagen, der mir und meinem Bruder gehört und seit Jahren ungenutz bei meinen Eltern im Hintergarten einstaubt - Bruders Einverständnis vorausgesetzt, wär's als Spende gedacht, meine Mamma möcht das "bunte Ding" endlich loswerden, sie machts auch regelmässig sauber...
     
  13. peppo

    peppoMember Forum Member


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    Apr 25, 2011
     
    Man, man, dass da immer gleich ein so langer Text kommt. Du hast ja viel zu sagen :)

    Ja klar, wenn man sich damit identifiziert ist eine lange Arbeitszeit weniger schlimm. Trotzdem ist es eine stinknormale Arbeitszeit wie es sie überall gibt und die ist nicht angenehm. Der Mensch ist für ein 8-Stunden- oder mehr -Tag garnicht geschaffen. Da könnte man auch die entsprechenden Ärzte oder Fachleute fragen wenn man Lust hat, die würden das bestätigen.
    Aber die Gesellschafft orientiert sich ja immer an den Leistungsfähigsten und versucht das dann als Standart zu zementieren.
    In diesem Fall ist es natürlich nicht so schlimm wegen dem Umfeld und es wird dort sicherlich auch keiner klein gemacht u.s.w.. Und der/das Junge/Mädel will ja auch was lernen, ne. :p

    Bei so alternativen Sachen oder in der linken Szene (verallgemeinert) sind mir auch schon öfters Leute begegnet die irgendwie hyperaktiv sind. Weiss nicht woran das liegt, dass ich gerade in dieser Szene immer mal wieder auf so Leute treffe. Die sind dann nicht still zu bekommen und machen/arbeiten ganz, ganz viel. Hätte ich mein eigenes Feld würde ich mir die Leute vor den Karren spannen. :D
     
  14. AgentOrange

    AgentOrangeExperienced Member Experienced member Forum Member


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    Sep 28, 2010
     
    @peppo: so viel zu beschweren gibts da eigentlich nicht. ich fand die zeit (7 1/2 stunden) am tag echt angenehm, konnte das aber auch nur mit dem anderen hof vergleichen, an dem ich arbeiten war (probe, stand hier schonmal), und da waren es 9 1/2 stunden AM TAG, die ich als probearbeiter arbeiten durfte (plus samstags 5 oder so und stalldienste!). der FöJler, der auf dem hof war, kam allerdings meist nicht vor 9 in die lehrlingsküche, also tendenz eher richtung 10-11 stunden. das gibt keine 40-stunden-stelle. das ist etwas mehr.
    in sieben linden kommt man an ''pflicht''-arbeit auf 37 1/2 stunden, plus gemeinschaftstätigkeiten, die man wohl nur als arbeit abrechnet, wenn man ein recht unsoziales arschloch, ums mal so zu sagen, ist. (putzen, spülen, undso weiter...). das wochenende übrigens komplett arbeitsfrei...
    und dafür muss man echt nicht leistungsfähig sein, ich selbst glaube zum beispiel für mich, dass ich keineswegs auf der spitze der ''leistungs''-pyramide stehe, und ich fühlte mich teilwese etwas unterfordert, aber langweilig wirds einem bei 120 leuten nur sehr schwer... ;)

    das passiert bei mir aber auch zeitweise. ich glaube, ich weiss auch, worans liegt: die leute arbeiten wofür sie wollen. nicht für irgendeinen boss, der auf der fetten kohle sitzt. nicht, um sich auto und haus leisten zu können. sondern weils sinnvoll ist und selbstbestimmt. eine für mich persönlich nicht geringfügige motivation, macht echt nen riesigen unterschied. du bist nicht jeden tag von der arbeit geschafft, weil du nicht die stunden bis feierabend zählst, sondern zufrieden, weil du in den stunden was geschafft hast, was dir selbst und deiner umgebung weiterhilft.

    das wäre so meine interpretation...

    auf die adressen wird die versammelte mann-/frauschaft hier wohl noch warten müssen, habe noch keine zeit gefunden...
     
  15. vAsSiLy77

    vAsSiLy77Experienced Member Uploader Experienced member Forum Member


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    Jun 21, 2010
     
    Sorry, aber so ein Hartz4-Dressiertenerguss verdient eigentlich keinen Kommentar - vielleicht ein "gute Besserung"?
     
  16. peppo

    peppoMember Forum Member


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    Apr 25, 2011
     
    @ AgentOrange: Hat mich mit der Arbeitszeit nur gewundert sonst nichts, ich hoffe immer das es gerade bei so alternativen Dingen etwas anders läuft als in der "normalen Welt". Ich bin halt Jemand der noch viel Zeit für sich selbst braucht und ich will ja noch was anderes machen als nur Gärtner sein und häusliche Pflichten erfüllen. Mehr Zeit z. B. um Gitarre zu spielen, denken, malen oder so.
    Und nein, ich meine wirklich hyperaktive Leute und nicht wie Du beschrieben hast. Mir ist klar dass man durch sowas angespornt wird weil man es gerne macht und dazu steht. Ich meine aber so wirklich verrückte Leute die sich 10 Dinge vornehmen aber nur vielleicht 3 davon schaffen. Sind eben meine persönlichen Erlebnisse, hat aber nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun.
    Aber um auf das eigentliche Thema zurück zu kommen, ich wollte auf die 13.000 Euros zu sprechen kommen und das mit der Arbeitszeit war ja nur ein kleiner Satz anbei (siehe oben) was jetzt leider zum Hauptthema gemacht wurde.
    Also ist es definitiv nicht möglich ohne 13.000 € dort in Sieben Linden zu wohnen? :ecouteurs:
     
  17. AgentOrange

    AgentOrangeExperienced Member Experienced member Forum Member


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    Sep 28, 2010
     
    okay, okay. also, die zeit wäre dir dort oben gegeben, ums kurz zu machen ;)

    zu den 13.000 Euronen: Jein.

    die 13.000 euronen sind ein anteil an der genossenschaft, du erwirbst dir damit im prinzip einen anteil am gesamtbesitz, heisst fläche, wohnräume, infrastruktur, etc. gemeineigentum ists eben. diese 13.000 klingen auf den ersten blick abschreckend, auf den zweiten blick.... auch. :/
    aber: die sind nur fällig, wenn du tatsächlich permanent dort leben willst, langfristig, etc. aber selbst wenn nicht, verursachst du natürlich auch dort gewisse kosten, die entweder durch arbeit oder durch kapital gedeckt werden müssen. (die fallen aber nicht weg, wenn du "mitglied" im club bist...)
    andererseits: diese 13.000 euro sind glaube ich zahlbar über nen zeitraum von 24 monaten (macht 545 euro im monat, in etwa). plus die nebenbei fälligen lebenserhaltungskosten (essen, wohnen, infrastruktur, strom, wasser, gas, alles eben) von etwa 450 euro im monat, und man bleibt mit abbezahlen von dem anteil bei unter 1000 euro nötiges geld im monat. und wie erwähnt, damit ist ALLES drin. keine miete, kein essen, kein wasser/strom, die noch bezalht werden wollen...
    plus: wenn du den verein wieder verlassen willst, bekommst du nach meinen infos die 13.000 auch wieder zurück.

    ich will hier beim besten willen keine werbung machen, und bin mir bei den zahlen auch nicht 100%ig sicher, aber so sieht das bild in etwa aus, finanziell gesehn. klar, für die 1000 euro pro monat/2 jahre lang musst du dir irgendwas zu tun suchen, aber ich hab dort leute erlebt, die sich ohne ausbildung und trotzdem recht komfortabel durchschlagen, und die 13.000 so "nebenbei" abbezahlen. habe ausserdem leute kennengelernt, die in den ersten drei monaten des jahres das geld im dorf verdienen, dass sie das gesamte jahr über wasser hält (grundversorgung), und sich praktisch dannach auf die faule haut legen könnten!!

    und auch im dorf kann man mit so sachen wie hartz4 und so weiter wohl ganz gut rumtricksen, aber -->jetzt verlass ich endgültig den raum der gesicherten infos, da müste ich mich noch intensiver hinter die machinery hängen, verstehen, und so fort.
     
  18. peppo

    peppoMember Forum Member


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    Apr 25, 2011
     
    Danke für die Info. Jetzt kann ich es mir ungefähr vorstellen. Auf der Homepage steht ja nichts genaueres. Aber man sollte ja auch normalerweise dort hinkommen und sich kennenlernen wenn man was wissen will. Im Moment geht das bei mir aber nicht so.
     
  19. nike

    nikeExperienced Member Experienced member Forum Member


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    Jun 19, 2011
     
    nun, ehe das hier vollends untergeht zwischen liebe auf dem campingplatz und "tumber trittbrettfahrer sucht dumme zum einnisten", hätt ich doch gern mal eine kontaktadresse von den echt kranken lil'apple, vassily und gobbledigook.

    nu-zine ist euch vermutlich ein begriff, meine gruppe ist nicht weit von euch und wir laden euch hiermit zum vorbeischauen ein, zimmer mit bett und dach überm kopf ist hierorts standard, kohle kein thema mehr.
    "rechtlich" sind wir eine stiftung, keinem gehört garnichts und jeder einwohner oder länger anwesende gast ist schlichter mitverwalter der stiftung, gleiche stimmrechte für alle in der theorie, in der praxis wird auf gruppenkonsens entschieden.

    für den besuch wäre ein längerer aufenthalt ebensowenig ein problem wie die kinder mitzubringen, unsere freuen sich auf jeden besuch und ihre unterstützung ist rund um die uhr organisiert, wer kann und mag bekommt auch was beigebracht, allerdings haben wir das schulpflichtige alter noch nicht erreicht.

    wir denken dass ihr euch ganz gut nützlich machen könntet, wenn ihr wollt, die durchschnittsarbeitszeit dürft so bei vier stunden am tag auf absprachebasis liegen, gäste sollen sich natürlich erst mal umschauen können bevor über kooperation gesprochen wird, erwartet wird hier von keinem nichts.
    vermutlich werden euch die gewächshäuser interessieren, wir sind inzwischen gut in der überschussproduktion, auch auf dem acker, wir brauen bier und hygienematerial, daneben gibt es handwerk mit holz und keramik für drinnen wie draussen, kunst spielt auch eine rolle dabei. wir arbeiten auch an einer politisch-fachlichen bücherei und machen nu-zine im umschluss mit den anderen gruppen.

    aktiv bei der selbstversorgung sind hier etwa 17 von 25 ständigen bewohnern, aber selbst die jungen und alten sind hyperaktiv, niemand mehr auf stütze oder sonstwie staatskostenfaktor, wir nehmen uns selbst ernst und brauchen keine krücken zum vorwärtskommen.

    kurzum, anarchismus hat bei uns nichts mit persönlichen defiziten zu tun, wir leben wie wir es wollen und jeder wie er kann.
    ich hoffe sehr von euch zu hören,
    nike & die gang!
     
  20. AgentOrange

    AgentOrangeExperienced Member Experienced member Forum Member


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    Sep 28, 2010
     
    oh, das sieht nach einer neuen hier aus, freut mich. :thumbsup:

    allerdings komme ich nicht umhin, mich zu fragen, was der erste abschnitt soll/te...

    egal. das, was ihr macht, klingt auf den ersten blick schonmal super-interessant, würde von meiner seite auch gerne interesse anmelden, nach kontakt oder zumindest weiteren infos.
    (wenn das nicht hier, öffentlich geschehen soll, dann gehts auch per PM... ;) )

    (meine situation nochmal kurz zusammengefasst: selbst im bereich garten/selbstversorgung interessiert und tätig, auf der suche nach anarchistisch und/oder ähnlichen, ökologisch orientierten gruppen/kommunen/kollektiven, die schon autark arbeiten oder dasselbe anstreben, weil ich, selbst 19, noch viel lernen muss/will auf dem gebiet, vor allem praktisches leben, organisation undsofort... ab september erstmal für ein jahr in sieben linden FöJ-mässig eingebunden, um erste grössere praxiserfahrugnen zu sammeln... langfristig würde ich gerne mit gleichgesinnten was eigenes aufziehen...)

    aber, bevor ich es komplett vergesse, hier noch einige adressen zu projekten, die ich vor kurzem kennengelernt habe, bin aber kaum selbst in der lage, darüber infos zu geben, da müsste man sich an die leute selbst wenden...

    https://we.riseup.net/dorf-projekt
    http://dorfprojekt.blogsport.de/
    (bislang nur eine theoretische gründungsgruppe, die noch wachsen will, um dann gleich mit vielen leuten ein ganzes/teilweises dorf aufzuziehen, mit ähnlichkeiten zu 7Linden...)

    http://www.burg-lutter.de/
    http://wlmw.blogsport.de/

    http://www.coolmuehle.org/
    gemeinschaft(at)coolmuehle.org
    (grade frisch gekauftes gelände, am besten anschreiben oder die internetseiten durchsuchen für infos. gelände mit nähe zu bombodrom, fusion und mit einer lebhaften vergangenheit...)

    http://www.gegenseitig.de/unsere-pag/pr ... lshof.html
    ('Lokomotive Karlshof', nicht-kommerzielle landwirtschaft, als stichwort...)

    https://ecobasa.org/
    http://www.humanspaces.org/
    (2 internetsuchmaschinen/listen, die in zukunft die suche nach alternativen projekten erleichtern sollen...)

    das solls erstmal gewesen sein. sind die 2 herr-/ und frauschaften aus dem süden eigentlich schon wieder auf reise, oder warum hört man im moment nichts von ihnen? ;)